R E G I O N DIE SÜDOSTSCHWEIZ | MITTWOCH, 8. JULI 2009 2
Ein «zweites Zuhause» in Waltensburg
Seit mehr als 50 Jahren ist Waltensburg
eines der beliebtesten
Bündner Ferienziele für holländische
Gäste, seit 20 Jahren vor
allem dank dem Hotel «Clarezia
». Besitzerfamilie Zoetmulder
bietet sogar eigens einen
Carservice ab Holland an.
Von Jano Felice Pajarola
Waltensburg/Vuorz. – Die Reise beginnt
um 9 Uhr morgens in der niederländischen
Stadt Den Bosch, rund
80 Kilometer südöstlich von Amsterdam.
Ein Bus steht unweit des Bahnhofs
bereit, unübersehbar beschriftet
mit «Allegra Engiadina», eine romanische
Begrüssung mitten in Holland.
Mit gutem Grund natürlich: Die Reisenden
haben alle dasselbe Fahrtziel
– Graubünden. Wobei sich ihre Wege
später noch trennen, nach gut 760 Kilometern,
in der Nähe von Hohenems
inVorarlberg. Die einen bleiben sitzen
und kommen am Abend in der Val Sinestra
bei Sent an, die anderen steigen
um. In einen Bus aus der Surselva,
und 13 Stunden nach der Abfahrt
in Holland ist auch ihre Reise zu Ende.
Dann sind sie da, im Familienhotel
«Clarezia» in Waltensburg. Und
nicht wenige sagen: «Wir haben wieder
unser ‘zweites Zuhause’ erreicht.»
Eine ziemlich
grosse Familie
«Voel je thuis», fühl dich daheim, so
machen die drei vom «Clarezia» auch
Werbung in Holland,Tim Zoetmulder,
seine Schwester Erika und ihr Mann
David van der Bas. Seit gut zwei Jahren
leiten sie den Familienbetrieb, sie
sind in die Fussstapfen von Tims und
Erikas Eltern getreten, die zuvor zwei
Jahrzehnte lang das «Clarezia» führten.
An den Grundsätzen des Hauses
hat sich in all der Zeit wenig geändert:
«Man muss es sehen wie einen Haushalt.
Einfach für mehr Leute», meint
David. Die «Familie» kann allerdings
ziemlich gross werden: 80 Betten stehen
zur Verfügung. Dass sie immer so
gut wie möglich gefüllt sind, dafür ist
man im «Clarezia» seit Urzeiten selber
besorgt – mit den Carfahrten ab
Den Bosch, eine Kooperation mit dem
Hotel «Val Sinestra». «Bei uns hat es
eine langeTradition, die Gäste in Holland
abzuholen», betont David, der –
wie Erika und Tim – die Carprüfung
absolviert hat und ab und zu eigenhändig
den Bus steuert. «Die familiäre
Stimmung, die wir schaffen wollen,
fängt schon im Car an», ergänzt sein
Schwager Tim. Bis zu 80 Prozent aller
«Clarezia»-Gäste reisen mit dem Bus
an. «Und mindestens 95 Prozent sind
aus Holland», schätzt Tim. In seiner
Kartei hat er 10 000Adressen aus der
alten Heimat – drei Mal pro Jahr gibts
Werbepost ausWaltensburg. Und das,
zusammen mit Mund-zu-Mund-Propaganda,
sorgt für gute Belegung.
Unterwegs im
«wandelbusje»
Ein Abend Anfang Juli im «Clarezia
», die Gäste sind zurückgekehrt
von ihrer Hauptbeschäftigung tagsüber:
Sie sind gewandert, von Vrin
nach Surcasti gings diesmal, eines der
hoteleigenen «wandelbusjes» hat sie
zum Ausgangspunkt gebracht und am
Ziel wieder abgeholt. Man besammelt
sich allmählich zum Nachtessen, jeweils
ein Menü gibts für alle, angesagt
ist «Tomatensoep», dann Pommes
frites mit Braten und «Worteltjes»,
Rüebli. An einem der Tische sitzen
Berti und ihr Mann Flip aus Landsmeer,
ausserdemTonja und Gerda aus
Huizen, beides nicht allzu weit weg
vonAmsterdam, alle vier sind Stammgäste,
wie so viele im «Clarezia»,Tonja
beispielsweise reist schon seit 1973
regelmässig nach Waltensburg, Gerda
seit 1977, gerne auch mehrmals im
Jahr, «und ich werde bestimmt wiederkommen
», findet Tonja. «Bis ich
nicht mehr kann.»
Es ist die Umgebung, die Natur, das
Wandern, was die vier nach Waltensburg
treibt, «das gute Essen auch und
die Gemütlichkeit hier im Hotel», wie
Berti anfügt, «das Familiäre». Da ist
es wieder, das Zauberwort im «Clarezia
». «Sogar wenn jemand allein hierher
kommt, ist er nicht allein», stellt
Tonja fest, «es ist eben wie eine Familie
». Ganz besonders merkt man das
beim Abendessen; die Gäste decken
selber ihre Tische, David und Tim servieren,
was in der Küche unter Erikas
Leitung zubereitet wird, in Schüsseln
und Schalen, jeder Gast nimmt, was
und wie viel er mag, man sitzt an grossen
Tischen, die Gespräche gehen locker
hin und her.Alle duzen sich, jegliche
Formalität ist verbannt,Tim und
David tragen T-Shirts mit Sprüchen
statt Livrée, «Berg(ver)führer» heisst
es da oder schlicht «Grüezi!».
Beim Abwasch
hilft der Gast
Unkompliziert geht schliesslich
auch der Abwasch über die Küchenbühne
– Gäste helfen mit, freiwillig.
David ist an diesem Tag der «Oberabwascher
», und wie immer bei ihm
schallt dabei laute Popmusik durch
den Raum, man singt mit, Gäste bringen
das schmutzige Geschirr, Gäste
nehmen das gereinigte aus der Maschine,
trocknen es ab, stellen es zurück
in die Schränke. Eben, wie daheim,
«thuis». Ist die Arbeit getan,
gehts wieder an die Tische, die einen
zeigen einander auf Laptops Wanderfotos,
andere, wie Tonja, Gerda und
Berti, lesen, lösen Rätsel.
Flip und ein Dutzend weitere Gäste
haben noch was Spezielles vor, wie
an jedem Abend in dieser Woche: Sie
absolvieren einen Kurs, es gibt unterschiedliche
Themenwochen im «Clarezia
», Blumen, Insekten, Musik,Tanzen,
Yoga und noch viel mehr, aktuell
gehts aber um Speckstein. Draussen
vor dem Hotel, die blaue Stunde
naht, arbeiten sie; der Blick könnte
schweifen übers Tal hinab und hinüber
nach Obersaxen, doch er gehört
jetzt allein dem weichen Stein, der
Form, der Figur, die daraus entstehen
soll.
Ein Souvenir wird
selbst gemacht
Wim Wissingh, ein Künstler aus –
natürlich – den Niederlanden ist Kursleiter,
seit Jahren macht er das im
«Clarezia». Am ersten Tag der Woche
haben alle auf der Oberalp Specksteine
gesammelt, mit Tim undWim, jetzt
versucht jeder, aus dem Fundstück ein
Kunststück zu fertigen. «Das ist gleich
ein tolles Souvenir», meintWim, «und
dazu ein selbst gemachtes.» «Dafür
darf ich dann schwere Koffer in den
Car laden», schimpft Tim mit einem
Augenzwinkern. In ein paarTagen bereits
werden die Gäste ihn wieder besteigen,
den Bus, zurückkehren nach
Holland, Platz machen inWaltensburg
für Landsleute. Aber die nächste Reise
in ihre zweite Heimat, die ist schon
fast gebucht.
Weitere Informationen: www.clarezia.ch (Hotel),
www.dekeet.net (Speckstein).
Die Höhen locken: Hauptsächlich fürs Wandern in der Surselva – hier bei Vals – kommen die holländischen Gäste nach
Waltensburg ins «Clarezia». Bild Tim Zoetmulder
Noch 13 Stunden: Im holländischen Den Bosch wird der Car für die Fahrt nach
Graubünden bestiegen. Bild Annette Munnik
Fleissig am Feilen: Auch Gastgeberin Erika van der Bas (rechts) gesellt sich
gerne zu den Speckstein-Kursteilnehmern.
Auch im Sommer weilen Gäste aus
aller Welt in Graubünden. Doch
wie verkaufen Reiseveranstalter
den Kanton, wie holen sie die Besucher
in die Bündner Ferienorte?
Dieser Frage geht die «Südostschweiz
» in ihrer diesjährigen
Sommerserie nach.Allwöchentlich
heftet sie sich dazu an die Fersen
einer besonderen Reisegruppe und
blickt auch den Organisatoren
über die Schulter. (so)
Touristische
Begegnungen (1)
WALTENSBURG
Grafik DIE SÜDOSTSCHWEIZ
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10 km
Geteilte Arbeit: Der abendliche Abwasch ist im «Clarezia» – immer freiwillig –
auch Gästesache.
Der Haufen wächst: Die Tischordnung schreibt Tim Zoetmulder auf Steinplatten,
die nach der Abreise draussen gestapelt werden. Bilder Jano Felice Pajarola


Nieuwsberichten uit o.a. 'Haarlems Dagblad', 'Heemsteedse Courant', 'weekblad van Bennebroek', 'Witte weekblad'.





In Wim Wissingh's Atelier De Keet staat presteren niet voorop
'Speksteen is leuk spul'

Bennebroek - De naam De Keet staat voor Kreatieve En Expressieve Therapie, en dat is waarmee het atelier ooit is begonnen. Wissingh kwam door zijn werk in aanraking met mensen met weinig creatieve scholing en besloot toen dat het zinnig was een ruimte te maken, waarin het hooguit zes mensen tegelijk zich kunnen bezighouden met hun eigen kreatieve ontboezemingen.
Wissingh:'Wat kursisten doen hangt van hun eigen keuze af - ze zijn hier heel vrij. Maar ze komen hier meer om het materialen te leren kennen, dan om meteen prestaties neer te zetten. Ik geef ook niet echt les, maar meer begeleiding bij individuele vormgeving. Ik leg bijvoorbeeld uit hoe ze hun gereedschap het beste kunnen gebruiken.'
Het klinkt allemaal wat idealistisch, en dat is het ook: Wissingh wilde het anders aanpakken dan bij bestaande cursussen. 'Als mensen iets creatiefs willen doen, is het in de meeste gevallen prestatie gericht. Dat is hier niet de bedoeling. Wat we hier doen is altijd gericht op het plezier in het werken met materialen. Maar om zo te kunnen werken moeten mensen wel een drempel over.'
Hoewel Wissingh zelf in de loop der tijd met allerlei soorten materiaal in aanraking is gekomen, is steen het materiaal dat hemzelf al vanaf het begin trekt, en waarmee hij zijn cursisten graag leert werken.
Wissingh: 'Speksteen is leuk en het heeft, zou je kunnen zeggen, een hoge aaibaarheidsfactor. Als ik mijn eigen werk exposeer, staan er bordjes bij dat het niet aangeraakt mag worden, maar de mensen daaraan houden valt niet mee!'

 

 

Cursus werken in speksteen

Bennebroek. - Naast bekende werkvormen in het creatief bezig zijn, bestaat de mogelijkheid om de weg van het beeldhouwen te verkennen. Een prachtig materiaal, met een mooie natuurlijke kleur en dat zich goed laat bewerken is speksteen.
In tegenstelling tot hardere steensoorten waarin gehakt moet worden kan hierin door middel van gutsen en raspen langs geleidelijke weg een vorm gemaakt worden. Interessant en fascinerend. Door de individuele begeleiding kunnen ook gevorderde amateurkunstenaars zich verder ontwikkelen in een eigen manier van werken.
Tijdens de workshop op zaterdag of tijdens de dinsdagavondcursus kan men speksteen werken onder begeleiding van Wim Wissingh, die regelmatig exposities heeft met zijn sculpturen. Deelname aan de workshop kost f 85,- inclusief materiaal en lunch. Deelname aan de cursus kost f 120,- voor vijf avonden (door middel van het strippenkaartsysteem).
Meer informatie over workshop, cursus of sculpturen is verkrijgbaar bij Atelier De Keet te Bennebroek (023) 5848072.

 

 

Speksteen-sculpturen

Wim Wissingh heeft reeds vele exposities op zijn naam staan. Hij is behalve een veelzijdig beeldend kunstenaar ook werkzaam als activiteitenbegeleider en docent bij de creatieve cursussen in zijn atelier De Keet.
Bij het beeldhouwen in speksteen laat hij zich inspireren door de oorspronkelijke vorm van de steen. Dit leidt tot abstracte en meer herkenbare mens- en dierfiguren. De beelden zijn te bezichtigen en te koop. Voor meer informatie over de beelden van de fotogalerie kunt u emailen of opbellen (023.5848072)! Indien men zelf met werken in speksteen wil kennismaken, dan bestaat de mogelijkheid tot het volgen van een workshop of een cursus in zijn atelier De Keet of elders in overleg mogelijk!

Kunst moet onder de mensen komen

Witte weekblad, 2-2001, Veronica Handgraaf

Kunst moet onder de mensen komen, meent Wim Wissingh. Daarom houdt hij zijn beelden ook betaalbaar. Hij is al heel wat jaren bezig met het creeeren van beeldhouwwerk, meestal van klein formaat zodat het in een huiskamer past. Wissingh werkte aanvankelijk hoofdzakelijk in speksteen, een zachte steensoort met erg uiteenlopende kleuren. De beeldjes die hij heeft staan vertonen tinten grijs, zwart, roze en groen in allerlei schakeringen. De laatste jaren gebruikt hij voor zijn eigen werk ook serpentijn en albast. Het bijna doorschijnende albast is minder eenvoudig te bewerken dan speksteen, maar heeft iets etherisch omdat het zo'n transparant effect geeft.

Wissingh exposeerde voor het eerst in het gemeentehuis van Bennebroek in 1994. Daarna kwam er steeds meer vraag naar beeldhouwcursussen. Die geeft hij al jarenlang aan huis in Atelier De keet. Eigenlijk staat die naam voor Kreatieve en Expressieve Technieken, maar dat wordt zelden meer gememoreerd. Atelier De Keet is zo langzamerhand een begrip op zichzelf in Bennebroek en omgeving. Heel wat cursisten hebben er al een voet over de drempel gezet om de eerste beginselen van het werken met speksteen te leren. "Mensen willen iets anders dan werken op het platte vlak. Dan gaan ze boetseren of beeldhouwen. Omdat speksteen zacht materiaal is, vraagt het niet zoveel kracht om het te bewerken en dus is het voor iedereen geschikt". Tijdens een zaterdagse workshop, e maal per maand of gedurende vijf dinsdagavonden maken de bezoekers hun eigen beeld. Er wordt een strppenkaart gehanteerd, zodat ze niet noodzakelijkerwijs vijf weken achter elkaar hoeven te komen. Wissingh leert zijn cursisten meewerken met het materiaal. Het verschil tussen een ruw brok speksteen en een bewerkt is groot. "Het materiaal heeft een hoge aaibaarheidsfactor!"lacht hij. "Het voelt lekker aan enlijkt een beetje op marmer als het klaar is. Eerst wordt het werkstuk bij het afwerken geschuurd met waterproof schuurpapier en een polijstmiddel. Daarna bewerken we het met een marmeronderhoudsmiddel om het te beschermen. Dan krijg je er geen vlekken op". Wissingh gaat uit van de vorm van de srteen bij zijn werk. Vaak komen er licht geabstraheerde maar wel herkenbare mensfiguren uit naar voren. "Ik laat mijn cursisten kennismaken met het materiaal. Later kunnen ze eventueel zelf verder gaan. Omdat er gewerkt wordt in groepjes van zes t ot acht cursisten is er genoeg aandacht voor iedereen. Er komen meer vrouwen dan mannen, maar dat is bij de meeste cursussen het geval. De manier waarop we hier te werk gaan is heel ambachtelijk. Het gaat niet om een snel resultaat, maar om liefde en geduld". Sommige cursisten exposeren inmiddels zelf ook. Wissingh vindt het leuk om mensen te stimuleren ook te gaan beeldhouwen. "In de Byzantijnse kunst komt veel speksteenwerk voor. Er worden veel beelden geexporteerd uit China en Zimbabwe. Hele dorpen zijn daar soms aan het werk met kunstnijverheid. Erg duur spul mestal, maar meestal interessant om te zien wat zij met dit spul doen".

Wissingh geeft in de Pauwenhof in Heemstede en K&O in Katwijk creativiteitscursussen.Hij doet dit jaar voor de tweede maal mee aan de Kunstlijn voor de Bollenstreek. Daarbij worden ateliers een weekend opengesteld voor het publiek. Deze week vond er een radio-interview plaats voor VLOH-FM, een zender in de Haarlemmermeer. Wim Wissingh heeft duidelijk zijn plaats gevonden in de streek. Info over de mogelijkheden bij De Keet via www.dekeet.net of telefoon 023.5848072

 

"Creatieve uitspattingen tijdens Doe Dag van stichting Hoogtepunt

Op zaterdag 7 april 2001 werd bij stichting Hoogtepunt aan de Vogelenzangseweg in samenwerking met beeldend kunstenaar Wim Wissingh een Creatieve Doe Dag voor lichamelijk gehandicapten gehouden. Ook niet-gehandicapten konde meedoen. Twaalf dames en een heer hadden zich voor deze workshop aangemeld. In de ruime hal werd vol overgave in speksteen gesneden en geboetseerd; in de bij vlagen zonnige serre werd hout bewerkt met raspen en beitels. Rond het middaguur, toen het zonnetje er net even doorheen piepte, werd op het beschutte terras gezamenlijk de lunch gebruit. De deelnemers oogden zeer tevreden."

citaat: John de Nijs, De Hillegommer de Bennebroeker

 

leukste citaat:

'Speksteen heeft een hoog aaibaarheidsfactor'